Ein Mikroorganismus aus Wohnen, Werken, Soziokultur und Gewerbe

Wir möchten mit unserer Vision die Vielfalt an urbanen Lebensentwürfen und Arbeitsweisen fördern, welche sich an gemeinschaftlichen und ökologischen Grundsätzen orientieren und streben eine multifunktionale Nachbarschaft an:

Auf dem Areal soll ein Mit- und Nebeneinander aus Wohnen, Arbeiten, Offenen Werkstätten, Gewerbe, Sozio- und Off-Kultur, Kreativwirtschaft, Gastronomiebetrieben und Vermittlungsprojekten entstehen.

Die WohnZone

In der zukünftigen Wohnzone soll das Neben- und Miteinander vielfältiger Wohnformen ermöglicht werden und so unterschiedliche individuelle Lebensentwürfe Platz finden.

Es soll verschiedene und flexible Wohntypen und Wohnungsgrössen geben. Dies lässt eine breite Durchmischung von Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und mit unterschiedlichen Bedürfnissen zu. Beispielsweise befinden sich Singlewohnungen neben Familienwohnungen und Wohnateliers, Alterswohnungen neben Wohnungen für Menschen mit speziellen Bedürfnissen, oder Gästewohnungen neben Wohngemeinschaften. Angedacht sind auch flexible Nutzungen einiger Räume, so dass diese, je nach Bedarf, temporär beispielsweise als Arbeitsplatz oder Treffpunkt verwendet werden könnten.

Es soll bezahlbarer Wohn- und Lebensraum zur Verfügung gestellt werden.
Durch geteilte Infrastrukturen und Räume können individueller Wohnbedarf- und Kosten reduziert werden. Geteiltes fördert gleichzeitig auch gemeinschaftliche Aktivitäten und Austausch. Gemeinsam genutzte Besucherwohnungen ersetzen beispielsweise das private Gästezimmer. Oder ein gemeinschaftlich betriebenes Lebensmitteldepot tritt an die Stelle der individuellen Vorratskammer.
Verschiedene Wohngenossenschaften können in der WohnZone ihre Visionen vom gemeinsamen Wohnen entwerfen und umsetzen.

Die WG Klybeck und die WG Zimmerfrei sind die ersten Interessentinnen, die ein Generationenwohnprojekt (Neubau) realisieren möchten.

Die WerkZone

Die Werkzone, (in Abgrenzung zur Gewerbezone), steht für offenes und gemeinschaftliches Arbeiten und für das Teilen von Raum und Infrastruktur.
Wir erleben zurzeit eine Vielzahl von Initiativen und Kräften, die diese Prinzipien auf verschiedenen Ebenen als Grundsatz vorantreiben. Beispiele dafür sind OpenSource, FabLabs, Makerspaces, Urban Gardening, Food Sharing, Recyclingwerkstätten, Nähsalons, D.I.Y-Projekte, Co-workingspaces, Reparaturcaffés uvm.

Die Werkzone soll zu einem Experimentierfeld für offene Werkstätten werden. Allrounder, Laien und SpezialistInnen treffen hier aufeinander und können transdisziplinär kooperieren. Es werden Werkzeuge, Materialien, Maschinen und Know-how getauscht und/oder kostengünstig zur Verfügung gestellt.
In einer digitalen Mediathek (Wissensdatenbank) stehen selbsterarbeitete oder aus anderen Quellen stammende Anleitungen und Tutorials zur Verfügung. Eine offene Lernkultur wird in der Werkzone gepflegt und über deren Grenzen hinweg getragen.
So soll auch die Quartiernachbarschaft die Werkzone kostengünstig nutzen können. Die Werkzone steht im Kontakt und Austausch mit anderen Zonen des Klybeck-Areals: Ein Jugendraum aus der Zone Soziokultur kann die offenen Werkstätten ebenfalls mitbenutzen, BesucherInnen der Werkzone können im temporären Wohnbereich oder den Gästewohnungen unterkommen auch Gewerbebetriebe können für Sonderanfertigungen mit der Werkzone kooperieren.

Neben den Offenen Werkstätten ist der Communitiy-Bereich ein wichtiger Bestandteil der Werkzone. Hier können sich temporäre Projekte ansiedeln, Räume werden in unterschiedlichen Zyklen wieder frei: Das Spektrum reicht von wenigen Stunden bis hin zu ganzen Jahren. Solche Gästeplätze sind wichtig für den lokalen, nationalen und internationalen Austausch und fördern die Weiterentwicklung und Diskussionen.
Ein grosser Saal kann für gemeinsame Aktivitäten, Vorträge, Ausstellungen oder Podiumsdiskussionen genutzt werden. Gemeinsam genutzte Räume sind ausserdem der erste Andockpunkt für Aussenstehende. Durch regelmäßige Veranstaltungen wird die Werkzone auch zum kulturellen Ort mit regionaler und überregionaler Ausstrahlung.

Die Räume in der Werkzone sind sehr kostengünstig.

Die SozioKulturZone

Die Zone Soziokultur steht bei uns für Begegnung, Austausch, gemeinschaftliche Aktivitäten, Bildung, Kultur und Kunst. Wir streben auch hier Vielfalt und Durchmischung an.
Wir möchten als MieterInnen Kulturschaffende, KünstlerInnen und soziokulturelle Projekte ansprechen, welche sich mit unserer Gesamtvision identifizieren können und diese aktiv mitgestalten möchten. Wir verstehen Kultur als Ausdruck unserer alltäglichen Lebenswelt und gemeinschaftlicher Interaktion. Kultur beinhaltet damit auch Off-Kultur-Projekte und verschiedenste andere soziokulturelle Aktivitäten.
Ebenfalls können in diesen Bereich Institutionen wie beispielsweise Jugendhäuser, Beratungsstellen oder ein Familientreffpunkte Raum finden. In der Zone SozioKultur hat es auch Platz für Tanz- und Bewegungskurse, Theateraktivitäten, Konzerte, Ausstellungen, (Kultur-)Gastronomie und vieles mehr.
Die Zone Kultur ist insbesondere offen für Projekte, Personen und Aktivitäten aus den Quartieren Klybeck/Kleinhüningen und schafft damit ein niederschwelliges Angebot für die Bevölkerung. Die SozioKulturZone bildet somit eine wichtige Schnittstelle zum Quartier.

Die GewerbeZone

Interessiert sind wir an einer vielfältigen Mischung von Gewerbe und Dienstleistungen. Das daraus entstehende Angebot soll zur Bereicherung des gesamten Quartiers beitragen und sein Nahversorgungspotential verbessern.
Wir suchen Betriebe, die ihr Angebot in einem lebhaften und innovativen Quartier anbieten und gleichzeitig unsere Vision einer multifunktionalen und nachhaltigen Nachbarschaft mitgestalten möchten.